Tapeten

Was lässt sich mit Tapeten machen und wie ist der Begriff definiert? Laut Bedeutung des Worts „Tapete” handelt es sich bei einer Tapete um eine „Wandbeschichtung aus einem dünnen und biegsamen Material die mit geeignetem Klebstoff auf eine Wand geklebt werden kann.” In der Regel wird das Papier oder Gewebe zu Rollen gewickelt und kann auch Muster und Farben aller Art enthalten, zum Beispiel als Tapete in Steinoptik oder als Tapete in Holzoptik. Tapeten für das Schlafzimmer sind ebenfalls immer ein Thema.

Welche Arten von Tapeten gibt es?

  • Die EU-Norm für Tapeten DIN EN 235 kennt acht Gruppen von Ausführungen:
  • Papierwandbekleidung
  • Kunststoffwandbekleidung (mit Papierträger)
  • Kunststoffwandbekleidung (ohne Papierträger)
  • Vlieswandbekleidung bzw. Vliestapeten
  • Textilwandbekleidung
  • Velourswandbekleidung
  • Metalleffekt-Wandbekleidung
  • Naturwerkstoff-Wandbekleidung

Zudem erwähnt die Norm auch Wandbekleidungen, die nachträglich behandelt werden. Sie können aus Materialien wie Papier, Glasfaser, Kunststoff oder Textilien gefertigt sein und gelten als Halbfabrikate, die erst durch einen Anstrich oder eine abschließende Bearbeitung fertiggestellt werden.

Wie unterscheiden sich Vliestapeten von Papiertapeten?

Der entscheidende Unterschied ist im Trägermaterial begründet. Herkömmliche Tapeten bestehen aus einer Papiergrundlage, auf die man dann andere Materialien aufbringen kann. So werden bei einer normalen Raufasertapete zum Beispiel Holzspäne zwischen Papierschichten gelegt.

Vliestapeten sind hingegen nicht aus Papier, das mit Vlies beschichtet wird. Vielmehr besteht die Schicht des Trägermaterials bei Tapeten Vlies aus einer Mischung von Zellulose und Textilfasern. Diese Basis kann man dann ebenfalls beliebig bedrucken, prägen, strukturieren oder mit anderen Materialien beschichten. So gibt es etwa auch Vliestapeten in Raufaseroptik.

Zurück zu den klassischen Tapeten: Welche Varianten existieren hier?

Papiertapeten
Es gibt sie in der Variante Simplex oder Duplex, das heißt eine oder mehrere Lagen. Klassische Papiertapeten weisen oft eine leichte Prägung auf, die so genannte „Gaufrage” (Frz.). Gerade für Tapeten im Schlafzimmer eine interessante Möglichkeit. Doch manchmal geht es hier einfach nur um graue Tapete, Steinoptik Tapete oder Backstein Tapete.

  • Vinyltapeten
    Vinyltapeten gibt es in verschiedenen technischen Ausführungen, insbesondere auch als Wandfolie.
  • Relieftapeten
    Die Relieftapete hat eine fühlbare Oberfläche durch Prägung oder durch das Auftragen von Materialien wie PVC-Schaum. Eine ganz ähnliche Wirkung kann man auch 3D Wandtapeten oder Wandpaneelen erzielen, etwa mit dem 3D-Wall von resimdo. „3D Tapete Wohnzimmer” oder „Tapete Steinoptik 3D” sind hier wichtige Schlagworte.
  • Prägetapeten
    Prägetapeten bestehen in der Regel aus einem Material, auf das eine Struktur geprägt wird. Dabei gibt es große Qualitätsunterschiede. Bisweilen ist die Prägung nach dem Tapezieren und Trocknen gar nicht mehr sichtbar.
  • Profiltapeten
    Profiltapeten werden auch als Schaumtapeten bezeichnet. Der Schaum zur Profilgebung besteht aus PVC auf dem Trägermaterial. Darüber hinaus gibt es robustere Profiltapeten mit chemischer Prägung.
  • Velourstapeten
    Mittels Beflockung durch Textilfasern ergibt sich eine samtartige Oberfläche. Zum Anbringen der Fasern benötigt man eine Unterlage mit Klebstoffbett.
  • Raufasertapete (oder „Rauhfasertapete”)
    Raufasertapeten bestehen in der Regel aus einer Mischung aus Papierfasern und Holzfasern. Es gibt sie mit einer Lage und mit mehreren Lagen. Sie sind auf jedem tapezierfähigen Untergrund möglich und können mehrfach mit Wandfarben verschiedener Art überstrichen werden. Das macht sie universell nutzbar.
  • Fototapeten
    Fototapeten sind bedruckte Tapeten, bei denen das Motiv über mehrere Bahnen gehen kann. Manchmal ist auch von Wandbildtapeten die Rede. Ideal etwa als Motivtapeten oder Kindertapete für Jungen und Mädchen im Kinderzimmer.
  • Naturwerkstoff-Tapeten
    Stoffe wie Kork, Sand oder Ähnliches werden auf einen Träger aufgebracht. Es gibt sogar Grastapeten, die meist in Asien in Handarbeit angefertigt werden.
  • Textiltapeten
    Es werden Deckschichten aus Textilien an einem Träger aufgebracht, um im Raum interessante Effekte zu erzielen.
  • Metalltapeten
    Die Basisschicht wird mit Obermaterial aus Metallfolie versehen. Natürlich gibt es auch Wandfolie in Metalloptik. Damit ergibt sich ein interessanter industrieller Look.
  • Untertapeten
    Untertapeten werden meist zur Isolation und Wärmedämmung eingesetzt.

Muss ich die alte Tapete vor dem Tapezieren entfernen oder kann ich meine Tapete über alte Tapeten kleben?

Bevor man die Wände im Raum neu tapezieren kann, muss man in der Regel den alten Belag entfernen. Früher war es auch üblich, Tapeten zu überkleben, doch mit neueren Materialien ist das schon lange nicht mehr unbedingt empfehlenswert. Noch am ehesten übertapezierbar sind glatte, dünne Materialien (ungestrichen) oder Raufasertapeten, wie sie oftmals in Mietwohnungen üblich sind.

Wie bekomme ich die Tapete wieder von der Wand ab?

Bei dieser Frage handelt es sich fast um eine Wissenschaft für sich und um eine sehr unbeliebte Arbeit. Meist müssen Tapetenbahnen mit Warmwasser, Spülmittel und Schwamm eingeweicht werden. Für hartnäckige Fälle gibt es Tapetenlöser. Noch mehr Arbeit machen beschichtete Tapeten, bei denen die Oberfläche aus Latex, Kunststoff oder einer Textilien besteht. Hier benötigt man eine Stachelwalze zum Perforieren und muss das Einweichen evtl. mehrfach wiederholen. Wandfolie lässt sich dagegen spielend leicht wieder abziehen und auch ohne Tapeziertisch bzw. Kleister anbringen. Ebenso wie die Klebefolie von resimdo kann man auch Tapeten online kaufen.

Wand, Tapete, Kreativität

Von Handdruck bis Tapeten im Vintage-Stil sind den Ideen beim Tapezieren und Wände gestalten kaum Grenzen gesetzt. Im Tapetenshop gibt es etwa Mustertapeten, Ornamente und Bordüren zur Verzierung des Raums. Tapetenartiger Wandschmuck wurde erstmals im 14. Jahrhundert in England hergestellt. Die ersten Vorläufer der Tapete nannte man „Dominotiers”, wobei erst die Erfindung der Drucktechnik eine Serienproduktion ermöglichte. Heutzutage existieren auch Spielarten wie Siebdruck, Flexodruck und Digitaldruck um Muster und Farben in allen nur erdenklichen Spielarten herzustellen. Als vollwertiger Tapetenersatz eignet sich natürlich auch die Wandfolie von resimdo.

Weiterführende Infos: Deutsches Tapetenmuseum in Kassel und Tapetenmuseum im Elsass.
Bildnachweis: pixabay

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